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Chia-Samen: Die Wundersamen der Azteken

Chia-Samen: Die Wundersamen der Azteken

Als Heimatland der Chia Samen gelten ursprünglich Mexiko und Guatemala. Bekannt und geschätzt wurden die gesunden Samen schon vor 5500 Jahren. Sowohl die Azteken als auch die Mayas und Inkas wussten um die Wirkung der Pflanze und nahmen diese regelmäßig zu sich; allein Mais und Bohnen wurden noch häufiger zubereitet.

Für sie gehörte Chia daher zu den Grundnahrungsmitteln, welches auch ganz gezielt für bestimmte Zwecke genutzt wurde. Um die aztekischen Krieger zu stärken und ihnen mit möglichst wenig Nahrung größtmögliche Kraft zu verleihen, ernährten diese sich vornehmlich von Chia Samen.

Weiterhin kamen nicht nur die aztekischen Krieger, sondern auch die Nachrichtenläufer in den Genuss dieser Wundersamen. Auch hier war es eine simple Kosten-Nutzen-Rechnung, welche die Samen für die Völker so attraktiv machte.

Bereits eine kleine Portion Samen stärkte die Boten ausreichend, um den ganzen Tag weite Strecken zurücklegen zu können. Eine kleine Portion Chia Samen bietet alle wichtigen Nährstoffe, die sonst nur von einer wesentlich größeren Menge an Nahrungsmitteln geliefert werden kann.

Auch heute noch stehen Chia Samen bei Athleten auf dem Speiseplan, um ihnen die notwendige Energie und Ausdauer zu liefern. Zur Steigerung von sportlichen Leistungen sind Chia Samen daher ideal.

Die Chia-Samen: Die Wundersamen der Azteken können aber noch mehr…

Zur Botanik von Chia-Samen

Mexikanisches Chia trägt den lateinischen Namen Salva hispanica. Es handelt sich hierbei um eine Pflanzenart aus der Gattung der Salbei, welche zu der Familie der Lippenblütler „Lamiaceae“ gehört.

Mittlerweile ist Chia nicht mehr nur in Mexiko beheimatet, sondern wird auch in vielen anderen Ländern. So wird das Getreide heutzutage ferner u.a. in Australien und Südamerika angebaut.

Die neugewonnenen Anbaugebiete sind vor allem der gestiegenen Nachfrage nach dem Superfood zu verdanken. Eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Kultivierung ist dabei vor allem, dass es im Anbaugebiet selten regnet, da die Pflanze ansonsten schnell zu Fäulnis neigt.

Im Gegensatz zu unseren einheimischen Salbei-Arten ist Chia keine frostharte Pflanze. Im Frühjahr oder Sommer trägt der Lippenblütler weiße oder lilafarbene Blüten. Später sind dann die kleinen Samenkörper sichtbar, welche im Spätherbst gedroschen werden können.

Chia Samen werden hauptsächlich kommerziell angebaut. Dafür werden große Aussaatmaschinen genutzt, welche die Samen in die dafür vorgesehenen Rillen befördern. Bis zum November wird nunmehr der Dinge geharrt, ehe die Samenkapseln geerntet werden können.

Für diese Arbeit wird ein Mähdrescher genutzt. Nun muss der Samen nur noch gereinigt werden und ist dann bereit, um im Handel angeboten zu werden. Mehr als eine Reinigung ist nicht möglich, da das Korn darüber hinaus nicht bearbeitet wird.

Die Chia-Samen: Die Wundersamen der Azteken können aber noch mehr…

Inhaltsstoffe von Chia-Samen

– Omega-3-Fettsäuren

Chia Samen werden u.a. für ihren sehr hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren geschätzt. Diese regeln die Balance zwischen Omega-6 und Omega-3 (das Verhältnis ist bei den Samen dieser Salbei-Art optimal ausgeglichen; Omega-3-Fettsäuren und Omega-6-Fettsäuren sind im Verhältnis 3:1 vorhanden), welche wiederum ihrerseits Auswirkung auf den Cholesterinwert haben.

So können beispielsweise Gefäßverkalkungen entgegengewirkt werden. Omega-3-Fettsäuren werden ansonsten vornehmlich durch den Verzehr von Fisch aufgenommen werden.

-Vitamine

In Chia Samen sind eine Vielzahl an Vitaminen enthalten, die wertvoll und für den Körper lebenswichtig sind. Dazu gehören Vitamin A und B, Kalzium, Magnesium, Niacin, Phosphor und Mangan.

Und weil ebenfalls Omega-3-Fettsäuren in hoher Konzentration in den Samen enthalten sind, kann der menschliche Körper auch richtig von den Vitaminen zehren. Omega-3-Fettsäuren helfen dem Organismus nämlich dabei, dass fettlösliche Vitamine, wie etwa Vitamin A, D, E und K viel besser absorbiert werden können.

Ein gutes Beispiel, um aufzuzeigen, wie wertvoll Chia Samen tatsächlich sind, ist das enthaltene Vitamin E.

Der Vitamin-E-Gehalt in Chia beträgt 29mg pro 100g. Das ist mehr als in vielen anderen Lebensmitteln, jedoch noch nicht das Maximum. So gibt es etwa Sonnenblumenkerne oder Mandelöl, als auch Weizenkeime, die allesamt einen höheren Vitamin-E-Gehalt zu bieten haben.

Jedoch ist bei diesen Nahrungsmitteln wiederum nicht nur der Vitamin-E-Gehalt hoch, sondern auch die Kalorienzahl. Zwischen fünf- bis neunmal mehr Kalorien haben die genannten Lebensmittel im Vergleich zu Chia Samen.

Daher sind die Samen auch hier wieder die vorzugswürdigere Alternative. Ein sehr hoher Vitaminanteil (bereits zwei Esslöffel Chia gleichen den halben Tagesbedarf an Vitamin E aus) geht mit einer sehr niedrigen Kalorienzahl einher. Ein besseres und gesünderes Verhältnis kann man sich für seinen Körper kaum wünschen.

Doch warum sind Vitamine so wichtig für den Körper und machen Chia Samen daher zu einer unverzichtbaren Vitamin-Quelle?

Jedes Vitamin bringt seine ganz eigenen Vorzüge für den Körper mit sich und sorgt dafür, dass die Maschinerie des Organismus stetig am Laufen bleibt.

Da gibt es das Vitamin A, auch Retinol genannt, dass das Wachstum fördert und die Funktion sowie den Schutz von Haut, Schleimhaut und Augen unterstützt. Vitamin B1 dagegen, das Thiamin, ist ausgesprochen wichtig für das Nervensystem. E

s beugt Leberschäden und Leistungsschwächen vor, versorgt den Körper mit Energie und ist wichtig für die Funktion der Schilddrüse. Gerade Schwangere sollten dem Körper den benötigten Gehalt an Vitamin B1 zuführen.

Das Riboflavin, bzw. Vitamin B2, welches zum Beispiel in Milchprodukten, Fleisch und Seefisch vorkommt, hilft bei der Verwertung von Fetten, Eiweiß und Kohlenhydraten, sorgt für schöne Haut und Nägel, liefert Energie und ermöglicht einen gesunden Sauerstofftransport im Körper.

Auch Kalzium ist ein wichtiger Nährstoff. Das Kalzium, das im Körper vorkommt, wird zu 99% in Knochen und Zähnen gespeichert. Dieses festigt die Knochen sowie Gebiss und macht sie besonders stabil. Doch Kalzium kann natürlich noch viel mehr.

Es regelt zusammen mit Natrium und Kalium maßgeblich die Reizübertragung in den Nervenzellen. Auch die Blutgerinnung wird durch Kalzium mit beeinflusst und Enzyme sowie Hormone werden aktiviert.

Wenn dem Körper nicht ausreichend Kalzium von außen durch die Nahrung zugeführt wird, ergreift dieser mitunter drastische Maßnahmen, um den Mangel wieder auszugleichen. Das Kalzium wird dann den Knochen entzogen, was zu einer Knochenentkalkung, besser bekannt als Osteoporose, führt.

Weiterhin ist das Magnesium für den Körper maßgeblich, welches als lebensnotwendiger Mineralstoff für den Organismus bekannt ist. Wichtige Körperfunktionen und Stoffwechselvorgänge können nur aufrechterhalten werden, wenn der Körper mit ausreichend Magnesium versorgt wird.

Magnesium ist daran beteiligt, dass mehr als 300 Enzyme im Körper aktiviert werden, dass Nerven- und Muskelfunktionen unterstützt und reguliert werden, dass die Körperzellen mit Energie versorgt werden, oder auch, dass der Körper widerstandsfähig ist und gesund bleiben kann.

Zudem sorgt Magnesium dafür, dass der Herzmuskel mit ausreichend Energie versorgt wird. Das ist wichtig, denn er muss seinerseits die Zellen mit Blut versorgen.

Alles im Körper ist miteinander verwoben, daher ist es wichtig, alle benötigten Bausteine zu liefern, damit das Wunderwerk Körper immer aus dem Vollen schöpfen kann, um sich zu versorgen und nicht an die eigenen Reserven gehen muss.

Daher sollte auch Niacin, auch Vitamin B3 genannt, nicht auf dem Nährstoffplan fehlen. Dieses wird von den Nerven für eine reibungslose Funktionstätigkeit benötigt. Ebenfalls wichtig ist Niacin für den Aufbau unterschiedlicher Neurotransmitter, wie z.B. Serotonin.

Auch Phosphor ist sehr wichtig für verschiedene Stoffwechselprozesse. Es liefert zudem die Bausubstanz für Knochen und Zähne. Der Energiestoffwechsel wird unterstützt und die im Blut vorhandenen Säuren und Basen im Gleichgewicht gehalten.

Auch bei Phosphor gilt, dass ein etwaiger Mangel des Mineralstoffs zu Osteoporose führen kann. Nicht zuletzt sollte Mangan erwähnt werden. Dieses Mineral spielt bei der Regulierung der Drüsenfunktion und des Zuckerspiegels im Blut eine wesentliche Rolle.

Ebenfalls reguliert werden der Metabolismus der Fette und Kohlenhydrate. Mangan ist zudem ein wichtiges Antioxidans. Denn es hilft, freie Radikale zu neutralisieren, was den Körper dabei unterstützt, Schadstoffe besser bewältigen zu können.

Das Schöne an diesen ganzen Fakten ist, dass all diese aufgezeigten Nährstoffe in Chia Samen enthalten sind und dass nicht nur in schwindend geringen Anteilen. Wer also Chia zu sich nimmt, versorgt seinen Körper mit vielen wichtigen Vitaminen. Ein wichtiger Schritt in Richtung körperliches Wohlbefinden.

-Aminosäuren (Proteine)

Der Prozentanteil an Protein ist in Chia Samen ausgesprochen hoch. Dies wird insbesondere dann offensichtlich, wenn man ihn mit anderen Getreidearten vergleicht.

Während Chia Samen ganze 21% Protein enthalten, sind es bei Weizen lediglich 14%, bei Hafer nur 15.3% und bei Reis sogar nur 8.5% Proteinanteil. Alle Aminosäuren, die als essentiell für die menschliche Ernährung gelten, sind in Chia Samen enthalten.

Auch dies unterscheidet Chia von anderem Getreide. Denn bei diesem mangelt es stets an ein oder auch zwei Aminosäuren. Daher werden andere Getreidesorten oft gemischt und ergänzt, um diesen Mangel wieder auszugleichen und ausreichend für den menschlichen Bedarf zu gestalten.

Doch was genau sind Aminosäuren eigentlich und warum sind sie so wichtig für unseren Körper? Protein ist nach Wasser die zweithäufigste, anzutreffende Substanz im menschlichen Körper.

Der Körper besteht zu 15-20% aus Protein, sprich Eiweiß, welche sich aus einer Vielzahl an Eiweißmoleküle-Bausteinen zusammensetzen. Bei diesen handelt es sich um die Aminosäuren.

Es gibt acht essentielle Aminosäuren und 15 nicht-essentielle Aminosäuren, die lebenswichtig für den Körper sind. Diese nimmt der Körper auf und formt daraus alle Körperproteine, die er benötigt, um zu funktionieren.

Aminosäuren werden u.a. dafür benötigt, um Zellen zu erneuern oder reparieren zu können (dies geht übrigens auch nur durch die Hilfe von Aminosäuren; es gibt kein anderes Nahrungsmittel, das diese Funktion übernehmen könnte).

Des Weiteren dienen sie zur Bildung von verschiedenen Enzymen und Hormonen und zur Bildung von Bluteiweißen.

Darüber hinaus helfen sie den Stoffwechsel zu steuern, sind diese an der Immunabwehr beteiligt, stabilisieren den Blutzuckerspiegel oder übernehmen u.a. auch den Transport von Vitaminen, Cholesterin u.a. im Blutplasma.

-Ballaststoffe

Nicht nur der Gehalt an Omega-3-Fettsäuren ist in den Chia Samen sehr hoch, dasselbe gilt auch für den Ballaststoffgehalt. Es genügen bereits zwei Esslöffel des Superfoods, damit bereits 33% des täglichen Bedarfs an Ballaststoffen gedeckt sind.

Wasserlösliche Ballaststoffe sind kurz zusammengefasst ausgesprochen gut für die Darmflora. Sie werden im Dickdarm durch Bakterien in kurzkettige Fettsäuren zersetzt.

Wasserunlösliche Ballaststoffe dagegen sind wichtig für einen geregelten Stuhlgang und sind bekannt dafür, dass sie sehr viel Wasser aufnehmen können.

Fazit:

Chia-Samen: Die Wundersamen der Azteken… Chia Samen sind das nährstoffdichteste Getreide, das dem Menschen bekannt ist.

Ob nun für aktive Menschen, die sich auf natürliche Weise die Energie für ihren Sport zunutze machen wollen, für Personen, die unter einer Glutenunverträglichkeit leiden (die Proteine der Chia Samen kommen vollständig ohne Gluten aus), oder für diejenigen, der diesmal ernsthaft eine Diät durchziehen möchten, ohne dabei jedoch Hunger leiden zu müssen;

…die Einsatzmöglichkeiten von Chia Samen sind enorm vielseitig und machen das Korn daher unverzichtbar für alle, die ein Superfood für sich entdecken möchten, das nicht nur aufgrund eines aktuellen Hypes eine Plattform verdient, sondern das auf eine jahrhundertelange Geschichte und Tradition zurückblicken kann und sich bis heute bewährt hat.

Wer mehr wissen möchte …

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